Dr. Joachim Klein


Sterben musst du sowieso doch schneller geht’s mit Marlboro , oder Rauchen macht schlank …….”

hat doch schon jeder mal gedacht oder gehört! Aber es steckt viel mehr dahinter, als nur ein lockerer Spruch: Schon 1975 stellte die Weltgesundheits-Organisation (WHO) fest, dass…” durch keine andere Einzelmaßnahme mehr Menschenleben gerettet und mehr Krankheiten verhütet werden könnten als durch eine spürbare Senkung des Zigarettenkonsums.

Tatsächlich ist das Rauchen die häufigste Krankheits- und Todesursache!

Rauchen ist die Ursache oder Hauptursache von 40% aller Krebskrankheiten, von 90% der Lungen- und Bronchialkrebserkrankungen, aber auch Ursache anderer Atemwegserkrankungen, von Herz- und Kreislauferkrankungen, Durch­blutungsstörungen und Mitursache von einer Unzahl weiterer Gesundheitsstörungen.

In der Gasphase des Tabakrauches wurden ca. 1000 verschiedene, zum Teil hoch­giftige chemische Verbindungen davon über 60 krebserregende Stoffe gefunden wie zum Beispiel Stickoxide, radioaktive Substanzen wie Polonium, Cadmium, Arsen, Ammoniak, Blausäure, Kohlenmonoxid, Nikotin und andere.

Nach einer neueren amerikanischen Untersuchung kostet jede Zigarette den Raucher durchschnittlich 5 Minuten seines Lebens.

Falls Sie den intensiven Wunsch verspüren, mit dem Rauchen aufzuhören, können wir Ihnen eine Entwöhnungsbehandlung anbieten, die Sie nach einer einzigen, manchmal nach zwei, ganz selten nach drei Behandlungen zum Nichtraucher werden lässt.

Sie müssen aus eigenem Entschluss und aus freien Stücken sowie mit festem Willen diese Entwöhnungsbehandlung wünschen! Darüber hinaus bedarf es zur Raucherentwöhnung Ihrer aktiven Mithilfe!

Hier einige wichtige Tipps:

  • Entfernen Sie aus Ihrer näheren Umgebung (Wohnung, Arbeitsplatz, Auto etc.) alles, was Sie an das Rauchen erinnern könnte. Werfen Sie Ihr Feuerzeug fort, lassen Sie die Gardinen waschen und lüften Sie sehr lange und intensiv durch.
  • Machen Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis bekannt, daß Sie nicht mehr rauchen.
  • Stecken Sie jeden Tag den Betrag, den Sie früher verraucht haben, in ein Sparschwein.
  • Stellen Sie nach Möglichkeit ein kleines Schild Nichtraucher an Ihrem Arbeitsplatz auf.
  • In sehr seltenen Fällen kann der Beginn der Entwöhnung auch medikamentös unterstützt werden. Dazu gibt es inzwischen gute Medikamente. Die regelmäßige Einnahme ist dann ganz wichtig. Eventuell sollten Sie auch Ihren Hausarzt zu Rate ziehen.
  • Trinken Sie große Mengen Tee, Mineralwasser und auch mal Gemüsesäfte aber mindestens in den ersten vier Wochen keinerlei Alkohol außer dem in den Medikamenten enthaltenen. Im Zuge der körperlichen Entgiftung, die jede Sucht­entwöhnungsbehandlung darstellt, kann es immer zu auffälligen Verfärbungen des Urins kommen. In solchen Fällen sollten Sie möglichst einen Nieren- oder Blasentee trinken.
  • Um im Laufe der Zeit fest einprogrammierte Reflexhandlungen wie den Griff zur Ziga­rette abzubauen, wird die gewohnte Handlung durch eine andere ersetzt.
  • Besorgen Sie sich etwa ein Päckchen Pfefferminzbonbons z.B. Velemint ohne Zucker. Dies stecken Sie dann überall dahin, wo Sie früher Ihre Zigaretten trugen. Jedes Mal , wenn Sie bisher “reflexhaft” nach einer Zigarette griffen, greifen Sie jetzt nach einem Pfeffer­minzbonbon. Da hier nur die Handlung wichtig ist, müssen sie das Bonbon nicht unbedingt lutschen, Sie können es auch wieder ausspucken.
  • Aber: Ersetzen Sie bitte unter keinen Umständen das Rauchen durch das Naschen üblicher Süßigkeiten, da Sie in diesen Falle sehr schnell an Gewicht zunehmen würden, Ihren Organismus übersäuern und somit “den Teufel mit Beelzebub austreiben” würden!
  • Ernähren Sie sich in Zukunft nach den Regeln der biologischen Vollwerternährung. Auf diese Weise vermeiden Sie unangemessene Gewichtszunahmen, Soffwechselentgleisungen und Entzugssymptome.

Wenn Sie Ihr Verhalten an den in diesem Merkblatt aufgestellten Regeln ausrichten, ist der Erfolg der Behandlung gesichert!